CDU-Stadtverband Idar-Oberstein

Wir für Idar-Oberstein!

Statement des CDU-Fraktionsvorsitzenden zum Helmut-Kohl-Platz

Der Fraktionschef der CDU-Stadtratsfraktion, Armin Korpus, hat den Antrag auf Umbenennung des "Platz auf der Idar" in "Helmut-Kohl-Platz" in seiner Ansprache begründet.

"Sehr geehrte Ratsmitglieder,

wir haben die einmalige Chance, das Lebenswerk zweier großer, deutscher Staatsmänner durch zwei in unmittelbarer Nähe zu einander gelegene Plätze, die nach Ihnen benannt wurden, zu  würdigen.

Brandt und Kohl setzten das erfolgreich fort, was Adenauer und De Gaulle für die Zukunft und Einigung Europas auf den Weg gebracht haben.

Der Name Willy Brandts steht dabei für die Versöhnung und die daraus resultierende Annäherung zum Osten.

Im Rückblick ist man sich einig, dass der Kniefall in Warschau eine wichtige Rolle bei der Entspannung zwischen den Blöcken spielte.

Die damalige CDU-Stadtratsfraktion hatte nicht zuletzt deswegen den SPD-Antrag, den Bahnhofsvorplatz nach Willy Brandt zu benennen ( ohne „wenn-und aber“ ), auch mitgetragen.

1984 besuchten ein deutscher Bundeskanzler und ein französischer Staatspräsident einen deutschen Soldatenfriedhof. Kohl und Mitterrand standen in Verdun plötzlich Hand in Hand. Ein weiteres, unvergessenes und sehr einprägsames Bild!

Es war der Beginn einer engen Deutsch-Französischen Freundschaft und somit der Grundstein für ein vereintes Europa.

„Der Handschlag von Verdun hat als politisches Symbol das gleiche Gewicht wie der Kniefall von Willy Brandt in Warschau,“ so kommentierte Ulrich Wickert, langjähriger Moderator der ARD-Tagesthemen, dieses beeindruckende Bild. 

Für uns, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen bietet sich nun somit die einmalige Konstellation in der Bundesrepublik Deutschland drei Plätze in einer Reihenfolge zu benennen, die ganz eng miteinander verbunden wären. Beide ehemaligen Bundeskanzler haben zum Gelingen der europäischen Idee die Grundsteine gelegt:

Man läuft vom Willy Brandt-Platz zum Helmut Kohl-Platz und dann zum Europa-Platz!

Diese Reihenfolge und die damit gekoppelte Aussagekraft dürften einmalig sein.

Ein weiterer Aspekt, der uns bewogen hat ist natürlich die Tatsache dass Helmut Kohl, ehemaliger Ministerpräsident von RLP und langjähriger Bundeskanzler, der Wiedervereinigungskanzler ist und dieses Ereignis somit untrennbar mit seiner Person verknüpft ist. Er steht für das geeinte Deutschland.

Dass Helmut Kohl auf dem von uns ausgewählten Platz 1992 eine Rede gehalten hat, sollte auch nicht unerwähnt bleiben, denn der persönliche Bezug ist damit auch hergestellt.

Ich beende meine Ausführungen mit den Worten der Ministerpräsidentin, Malu Dreyer, in der Gedenkstunde des Landtages, die dazu aufrief das Vermächtnis Kohls zu bewahren:

„Helmut Kohl hat sich um RLP, um Deutschland und um Europa in historischer Weise verdient gemacht. Ich verneige mich vor dem Lebenswerk dieses großen rheinlandpfälzischem Europäers!“

Dieser Aussage der Ministerpräsidentin schliessen wir uns uneingeschränkt an.

Daher stellen wir den Antrag diesen Platz nach Helmut Kohl zu benennen und am Tag der Deutschen Einheit dies formell durch das Anbringen der entsprechenden Schilder in gebührender, würdevoller Weise zu vollziehen.

Gestatten Sie mir abschliessend ein paar Worte zu der online-Umfrage der RZ und zu facebook:

Wenn jemand so lange im Fokus der Öffentlichkeit wie Helmut Kohl gestanden hat, ist es doch nur mehr als normal, dass sich die Kritiker zu Wort melden. Ich glaube, das wäre bei jedem anderen Namensvorschlag eines Politikers ähnlich gelaufen.

Hinzu kommen die unschönen Bilder und Berichte zur Beisetzung des Altkanzlers, die diese Umfrage sicherlich auch überlagern. Die Summe der abgegebenen Stimmen insgesamt entsprechen etwa 2% der Bürger unserer Stadt, und es ist zudem unklar, wo der Wohnsitz der Umfrage-Teilnehmer ist, also wo die Stimmen herkommen. Dies bitten wir, liebe Kolleginnen und Kollegen, zu bedenken!

Daher können wir bei allem Respekt für die Menschen, die sich unserer Idee nicht anschliessen können, das Umfrageergebnis als nicht repräsentativ ansehen, denn dem gegenüber steht der grosse Zuspruch per Telefon, Email oder im persönlichen Gespräch, der uns entgegen gebracht wurde für unseren Vorschlag.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte unterstützen Sie unseren Antrag, der weit über die Kreis-und Landesgrenzen mit großem Interesse verfolgt wird.

Aber diese Unterstützung möchten wir nicht heute von Ihnen einfordern, sondern erst nach einer aus unserer Sicht notwendigen Diskussion im Ältestenrat, Hauptausschuss und dann im Stadtrat. Daher schlagen wir vor den Punkt heute nicht zu behandeln und den eben aufgezeigten Weg zu beschreiten.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit."

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